Trotz der Erfolge, wagte ich keine weiteren Wünsche. Ich dachte mir, ich sollte mich erstmal mehr informieren. Und irgendwie ist bei dem Wünschen doch eine kleine Hemmschwelle (der Verstand) und die Ängstlichkeit ›Was, wenn es doch klappt?‹
Nun, heute Nachmittag nahm ich mir vor, eine Menge Leergut wegzubringen. Da ich kein Auto habe, musste ich das mit meinem Roller bewerkstelligen. Allerdings goss es schon den ganzen Tag in Strömen.
Ich nahm mir vor, zwischen 15 und 16 Uhr loszufahren, egal, ob es regnet oder nicht. Wie sagte mir doch jemand gestern? »Es gibt nicht das falsche Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung fürs Wetter!«
Gut. Aber muss ich denn unbedingt nass werden? Irgendwo las ich in einem Forum, dass sich Leute die banalsten Dinge wünschen, und sei es nur, trocken von A nach B zu kommen. Sollte ich meine Wunschabstinzenz brechen und mir einfach mal sowas Einfaches wünschen?
Versuch macht kluch.
Liebes Universum, ich wünsche mir, dass es im Bereich von ... bis in der Zeit von 15 bis 17 Uhr aufhört zu regnen und ich trocken zum Supermarkt und wieder zurückkomme. Ich bedanke mich dafür herzlich.
Rate mal, was passiert ist?
Gegen 14:45 Uhr hörte es auf zu regnen. Ich ging um 15:20 Uhr raus, verpackte das Leergut auf dem Gepäckträger und fuhr los. Ich kam trocken hin und auch wieder zurück.
Zufall, ne?
Im Supermarkt musste ich an einer Kasse warten. Hm, dachte ich mir. Soll ich es mal wieder mit einem Wunsch, einer Bestellung beim Universum probieren?
Ich dachte: Liebes Universum, ich wünsche mir, dass eine dritte Kasse aufmacht an die ich gleich als erster rankomme. Dankeschön.
Eigentlich war der Wunsch Quatsch, denn vor mir befanden sich zwar noch vier Kunden, aber ich stand nur noch zwei Meter von dem Fließband entfernt. Sinniger wäre es gewesen, wenn ich weiter hinten in der Schlange gestanden hätte.
Ich ließ den Wunsch los. Und dachte schon nicht mehr daran, dass es ausgrechnet jetzt klappte. An meiner Kasse bewegte sich jedoch nichts, ich kam nur einen Meter weiter. Plötzlich sah ich die Chefin des Ladens und dachte sollte jetzt etwa ...? Nein, sie musste nur einen Storne bestätigen, doch in dem Moment, wo sie sich über die Kasse beugte, kam eine dritte Kassiererin, sah mich direkt an und sagte: »Kommen Sie bitte zu mir herüber?«
Ich grinste breit. Das funktionierte ja prächtig. Ich war sofort im Nebengang und als erster an der neu besetzten Kasse.
Zufall, ne?
Schon auf dem Hinweg hatte ich Schmerzen im Knie, was mir beim Treppabgehen zu schaffen machte. Als ich nach meiner Rückkehr vom Supermarkt an der Haustür stand und die Tür öffnen wollte, schmerzte mein Knie wieder höllisch.
Ich wünsche mir, dass mein Knie sofort aufhört, wehzutun.
Ich schloss die Tür auf, trat über die Schwelle, ging die erste Treppenstufe hoch und die Schmerzen waren weg.
Meinen außerordentlich Dank dafür!
Zufall, ne?
Wer nicht an Wunder glaubt, der kann es gerne damit abtun. Für mich ist es wichtig, dass genau das funktioniert hat, das ich haben wollte. Und je mehr ich meinen Verstand davon überzeugen kann, dass es klappt, wann immer und woimmer ich es will, umso besser werde ich mit dem wünschen.
Samstag, 12. Januar 2008
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