Sonntag, 13. Januar 2008

Von Kleinem und scheinbar Banalem

Der Tag stand heute im Zeichen von Renovierungsarbeiten. Eigentlich war ich wunschlos glücklich. Ja, das gibt es auch, denn was sollte ich mir wünschen? Mich auf eine Insel wünschen? Dass die Zeit schneller vergeht. Man muss auch die Verantwortung für die Gestaltung seiner Realität tragen. Letztendlich war ich bei der Sache und die Zeit verging wie im Flug.

Bis zu der Stelle, als ein Dübel nicht aus einem Bohrloch herauskommen wollte. Ich nahm eine Schraube, drehte sie hinein und zog, rüttelte und zog, doch er rührte sich um keinen Millimeter.

Was tun? Jemand anderen um Hilfe bitten, der stärker als ich ist?

Oh, da fiel mir doch das Wünschen ein. Sollte ich für so eine banale Sache eine Bestellung aufgeben?

Warum nicht? Es gibt immer nur Gründe, die für das Wünschen sprechen:

- du hast es dir verdient.
- Das Wunschpotenzial geht niemals verloren. Es gibt kein irgendwann sind meine Wünsche bestimmt aufgebraucht. Nein, das gibt es nicht, denn es ist alles im Überfluss vorhanden. Es besteht kein Mangel. Mangel ist das Produkt unseres leidenden Geistes. Wir schöpfen aus der Kraft des Universums.
- Übung macht den Meister.

Gesagt, getan.

Liebes Universum, ich wünsche mir, dass ich diesen Dübel jetzt sofort und mühelos aus der Wand bekomme. Ich bedanke mich herzlich für die Erfüllung des Wunsches.

Wie heißt es noch so schön in The Secret: »Dein Wunsch ist mir Befehl!«

Aber Wünsche verleihen einem nicht automatisch Superkräfte. Die Realität zu formen bedeutet auch, entspannt genug zu sein, auf die innere Stimme zu hören. Und die sagte mir sofort nach dem Wünschen: »Nimm die Zange!«

Ich sah hinter mich, erblickte eine Zange auf der Fensterbank, ergriff sie, umklammerte den Nagel, den ich bereits vorher in den Dübel geschraubt hatte und mit einem einzigen Ruck, der mich kaum Kraft gekostet hat, war der Dübel draußen.

Danke, Universum! Vielen Dank!

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